Okay, ich gebe zu – Anagain klingt erstmal nach so einem Marketing-Begriff, den sich irgendeine Firma ausgedacht hat. Aber nachdem ich mich damit beschäftigt habe, bin ich ehrlich beeindruckt.
Anagain wird aus Bio-Erbsensprossen gewonnen. Klingt random, ich weiß. Aber dahinter steckt richtig coole Wissenschaft.
Haare durchlaufen verschiedene Phasen: Wachstumsphase, Übergangsphase, Ruhephase. In der Ruhephase wächst nichts, das Haar fällt irgendwann aus, und ein neues sollte nachwachsen. Das Problem bei vielen Menschen mit Haarausfall? Zu viele Haare sind in der Ruhephase. Zu wenige in der Wachstumsphase.
Genau da kommt Anagain ins Spiel. Es reaktiviert die Haarwurzeln und verlängert die Wachstumsphase. Weniger Haare fallen aus, mehr wachsen aktiv. Das ist der Mechanismus dahinter.
In Studien wurde gezeigt, dass Anagain die Anzahl der Haare in der Wachstumsphase um bis zu 78% erhöhen kann. Das ist schon beachtlich. Natürlich sind das Labor-Studien unter perfekten Bedingungen – im echten Leben variiert das. Aber die Richtung stimmt.
Was mir gefällt: Es ist pflanzlich. Für viele Leute, die keine Lust auf aggressive chemische Inhaltsstoffe haben, ist das ein großer Pluspunkt. Du kriegst wissenschaftlich fundierte Wirkung ohne Chemie-Keule.
Der Haken? Anagain ist noch relativ unbekannt. Die meisten Leute kennen Minoxidil oder vielleicht Koffein-Shampoos. Aber Anagain? Nie gehört. Dabei ist es einer der spannendsten Inhaltsstoffe in der Haarforschung gerade.
Ein weiterer Punkt: Anagain braucht Zeit. Wie alles, was mit Haaren zu tun hat. Wir reden hier von Wochen, eher Monaten. Wer nach zwei Wochen aufgibt, wird nichts sehen. Aber wer dranbleibt – bei dem lohnt es sich.
Ich finde es schade, dass so wenige Produkte Anagain verwenden. Es ist teurer als viele andere Inhaltsstoffe, das ist wahrscheinlich der Grund. Aber wenn du ernsthaft was gegen dünner werdendes Haar tun willst, ist Anagain ein Inhaltsstoff, nach dem du Ausschau halten solltest.